Südosteuropa

Landkarte MazedonienNach Ende des Zweiten Weltkrieges wird die jugoslawische Teilrepublik Mazedonien gegründet. Am 8. September 1991 erklärte Mazedonien seinen Austritt aus dem Staatenverbund Jugoslawien und ist seither eine unabhängige Republik. Seit Dezember 2005 hat Mazedonien den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten. Mazedonien strebt die NATO-Mitgliedschaft an.

Mit der Namensgebung entstand ein Streit zwischen Griechenland und der Republik Mazedonien, der bis heute nicht gelöst ist. Griechenland befürchtet Gebietsansprüche Mazedoniens und verweist auf seine Region Makedonien. Außerdem beansprucht Griechenland das kulturelle Erbe der historischen Region Makedonien. Im internationalen Verkehr wird die völkerrechtliche Bezeichnung "Former Yugoslav Republic of Macedonia" (FYROM, "Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien") verwendet. Unter diesem provisorischen Namen wurde die Republik von den Vereinten Nationen anerkannt und am 8. April 1993 in die UNO aufgenommen. Bis heute liegen 15 Namensvorschläge vor, ohne dass eine Einigung erzielt werden konnte.

 

Mazedonien ist ein Gebirgsland mit 25.300 qkm Fläche. Es gibt Höhen bis zu
2.800 Meter. In Mazedonien leben rund zwei Millionen Menschen. Die Bevölkerungsdichte pro qkm beträgt 81 Bewohner und ist somit um etwa 15 % geringer als in Serbien. Etwa 64 % der Bevölkerung sind Mazedonier, 25 % Albaner, 4 % Türken. Der Rest sind ethnische Minderheiten. Nach der letzten Volkszählung haben etwa 45 % der rund 2 Mio. Einwohner keine Angaben zu ihrer Konfession gemacht. Etwa 32 % sind orthodoxe Christen, fast 17 % Muslime.

 

 

 

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