Südosteuropa

Landkarte KosovoDas Kosovo war formell eine zu Serbien gehörende Provinz und stand seit Ende der Jugoslawienkriege 1999 unter der Verwaltungshoheit von UN und NATO. Zur Gewährleistung der Sicherheit im Kosovo wurde die internationale Friedenstruppe KFOR unter Führung der NATO aufgestellt. Am 17. Februar 2008 erklärt die Provinz durch das kosovoarische Parlament seine Unabhängigkeit. Sowohl Deutschland als auch die große Mehrheit der EU-Mitglieder haben sich für die Anerkennung der neuen Republik Kosovo entschieden. Die Europäische Union ist stark im Land engagiert.

 

Das Kosovo ist mit 10.988 qkm etwa halb so groß wie Hessen und ist mit 175 Einwohnern pro qkm etwa doppelt so dicht besiedelt wie Serbien. 53 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt, 41 % ist Waldgebiet. Die höchsten Berge haben eine Höhe von etwa 2.600 m.

 

Die Bevölkerung wird auf rund 2 Mio. Einwohner geschätzt. Das Kosovo wird zu etwa 90 % von Albanern bewohnt, außerdem 7 % Serben und 5 % ethnische Gruppen. Albanisch und Serbisch sind die offiziellen Sprachen. Die Mehrheit der Kosovo-Albaner sind sunnitische Muslime, die Mehrheit der Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen im März 2004 kam es zu Zerstörungen serbisch-orthodoxer Kirchen und Klöster. Daher verstärkte die KFOR den Schutz dieser Gebäude.

 

 

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