Asien

Landkarte Usbekistan

Usbekistan entstand im Oktober 1924 als Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik. Damit war sie ein Teil der Sowjetunion. 1991 zerfiel die UdSSR und der selbstständige Staat Usbekistan entstand in den gleichen Landesgrenzen wie zuvor. Im Laufe seiner fast 3000-jährigen Geschichte herrschten auf diesem Gebiet unterschiedliche Stämme: iranische Achämeniden, türkische und mongolische Stämme, muslimische Dynastien und schließlich die Russen. Der Name Usbekistan leitet sich vom Volk der Usbeken ab. Usbekistan ist Mitglied der GUS, der „Gemeinschaft unabhängiger Staaten“. Das ist eine internationale Organisation, in der sich verschiedene Nachfolgestaaten der Sowjetunion zusammengeschlossen haben. 

Usbekistan liegt mitten in Zentralasien. Es hat eine Fläche von fast 450.000 qkm und ist damit fast 25 % größer als Deutschland. 30 Millionen Menschen leben hier. Das sind 37 % der deutschen Bevölkerung. Die Bevölkerungsdichte beträgt 67 Einwohner pro qkm. Allerdings ist die Bevölkerung durch den hohen Wüstenanteil sehr ungleichmäßig verteilt.

Die Bevölkerung (28 Millionen Einwohner) Usbekistans besteht aus über 100 unterschiedlichen Völkern. Es sind 71 % Usbeken, je 5 % Russen und Tadschiken. 2001 lebten noch 24.000 Deutsche in Usbekistan. Stalin deportierte in den Vierziger Jahren rund 40.000 Wolgadeutsche nach Taschkent.

Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen, besonders im Westen am Aralsee. Der Osten mit dem Ferghanatal ist dagegen sehr fruchtbar.

Die Amtssprache ist usbekisch. In den großen Städten ist die tadschikische Sprache weit verbreitet. Die russische Sprache ist die Sprache der Bildung und Wirtschaft. In den Koranschulen (Medresen) erfolgt der Unterricht auf arabisch. Mitte der 90er Jahre erfolgte die Umstellung vom kyrillischen auf das lateinische Alphabet. In Wirklichkeit sind heute beide Alphabete in Gebrauch.

 

 

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