Rein geographisch ist mit
Westbalkan der westliche Teil des Balkangebirges gemeint, also das
Grenzgebiet zwischen Bulgarien und Serbien. Allerdings ist Westbalkan
kein feststehender geographischer Begriff. Es ist vielmehr ein
Kunstwort, eine Wortneuschöpfung. Mit Westbalkan bezeichnet die EU den
Teil Südosteuropas, der mittelfristig mit den anstehenden
EU-Erweiterungen gebraucht werden kann. Daher ist zu vermuten, dass
dieser Begriff nach dem endgültigen Beitritt der betreffenden Staaten
zur EU wieder aussterben wird.
Der Westbalkan umfasst Albanien und die heute selbständigen Staaten des ehemaligen Jugoslawien: Bosnien - Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien. Slowenien kann von der Terminologie des Begriffes her nicht zum Westbalkan gezählt werden, da es bereits Mitglied der EU ist. Kritik am Begriff Westbalkan entstand in erster Linie am Teilwort Balkan. Dieser Begriff ist vor allem in Mittel- und Westeuropa historisch vorbelastet. In anderen Ländern hingegen, z.B. Bulgarien, ist der Begriff Balkan überwiegend positiv besetzt. Der Beitritt dieser Staaten ist das nächste strategische Erweiterungsziel der EU. Die EU will in der Westbalkan-Region dazu beitragen, dass militärische Konflikte undenkbar werden, indem der Raum des Friedens, der Stabilität und der Freiheit, der im Laufe der letzten 50 Jahre in der EU und in ihren Mitgliedstaaten aufgebaut wurden, auf die gesamte Region auszudehnen. |
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