Asien

 

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Usbekistan

Usbekistan entstand im Oktober 1924 als Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik. Damit war sie ein Teil der Sowjetunion. 1991 zerfiel die UdSSR und der selbstständige Staat Usbekistan entstand in den gleichen Landesgrenzen wie zuvor. Der Name Usbekistan leitet sich vom Volk der Usbeken ab. Usbekistan ist Mitglied der GUS, der „Gemeinschaft unabhängiger Staaten“. Das ist eine internationale Organisation, in der sich verschiedene Nachfolgestaaten der Sowjetunion zusammengeschlossen haben. Usbekistan erstreckt sich von den Wüsten im Westen des Landes bis zum fruchtbaren Ferghanatal im Osten, einer dichtbesiedelten Senke mit wichtigen landwirtschaftlichen Anbauflächen. Das Tal wird geschützt von der Turkestan-Gebirgskette und der vorgebirgigen Landschaft des Thian Shan. Usbekistan wird von der Seidenstraße durchzogen, die Europa mit Vorderasien, Zentralasien und Ostasien verbindet. Auf dieser mittelalterlichen Karawanenstraße gelangten nicht nur Kaufleute, Gelehrte und Armeen, sondern auch Ideen, Religionen und ganze Kulturen von Ost nach West und umgekehrt.



 

 

Ich beginne meine Rundreise durch Usbekistan in der Landeshauptstadt Taschkent. Sie ist eine moderne Metropole mit einem interessanten Mix aus orientalischer, russischer und postsowjetischer neuer Architektur. Die Stadt kann auf eine über 2.200-jährige Geschichte zurückblicken. Ich besuche das Ferganatal im Südosten des Landes im Grenzgebiet von Tadschikistan und Kirgistan. Im Westen des Landes bereise ich die autonome Provinz Karakalpakistan mit seiner Steppen- und Wüstenlandschaft. Ich erreiche die Oasenstadt Chiwa. Die Stadt gleicht einem großen Freilichtmuseum. Die Altstadt ist von einer fast vollständig erhaltenen acht Meter hohen Mauer umgeben. Buchara ist eine der berühmtesten Städte der islamischen Welt. Sie war seit jeher ein blühendes Handelszentrum an der Seidenstraße, bis im Jahr 1220 die Mongolenheere Dschingis Khans die Stadt fast vollständig zerstörten. 1925 wurde Buchara Teil der Usbekischen Sowjetrepublik und 1991 Teil der Republik Usbekistan. Samarkand ist eine der ältesten Städte der Welt, um deren Besitz drei große Feldherren kämpften: Alexander der Große, Dschingis Khan und Amir Timur.  Samarkand ist eine Mischung aus sowjetischer Massenarchitektur und Träumen aus 1001 Nacht. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Registan, der Sandige Platz. Er war bereits im 14. Jahrhundert der Zentralplatz in Samarkand. Der Registan wird von drei mächtigen Medresen flankiert. Das quirlige Leben der Usbeken kann ich auf verschiedenen Basaren und bei ausgiebigen Hochzeitsfeiern in weiträumigen Parkanlagen miterleben.

Dauer: 64 Minuten  

 



Multimediaschau Usbekistan

 

 Transkaukasien

 Zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer liegen die gewaltigen Gebirgsmassive des Großen Kaukasus und des Kleinen Kaukasus. Dieser Gebirgskamm gilt als die geographische Grenze zwischen Europa und Asien. Die geografische Zuordnung der drei Länder Armenien, Georgien und Aserbaidschan zu Europa oder Asien ist nicht eindeutig. Für manche Geologen ist die Aserbaidschanische Hauptstadt Baku die östlichste Stadt Europas. Andere Fachleute sehen die drei Länder zu Vorderasien gehörig, wiederum Andere zu Zentralasien. Aber nicht nur die landschaftliche Vielfalt macht dieses Gebiet so einzigartig, sondern auch die kultur-historische Bedeutung. Die Apostel Judas Thaddäus und Bartholomäus sollen in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts hier gepredigt und christliche Gemeinden gegründet haben.

 


 

In Armenien besuche ich zunächst die Landeshauptstadt Jerewan, eine der ältesten Städte der Welt. Vom alten orientalisch geprägten Stadtbild ist heute leider nichts mehr übrig geblieben. Edschmiatsin ist das bedeutendste religiöse Zentrum des armenischen Christentums. Die Ruinen der Palastkirche in Zvathots gehören seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kloster Geghard in der Azatschlucht ist der beliebteste Wallfahrtsort Armeniens. Das Höhlenkloster entstand wahrscheinlich zu Beginn des 4. Jahrhunderts. Der Sonnentempel Garni auf der Hochebene der Azatschlucht, eine heidnische Kultstätte nach römischem Vorbild, stammt aus dem 3. bis 2. Jahrhundert vor Chr. Das berühmteste Kloster Armeniens ist Chor Virap. An dieser Stelle soll Gregor 13 Jahre in einem Erdloch eingekerkert gewesen sein. Allein durch die Kraft seiner Gebete heilt Gregor den König Trdat III von einer schweren Hautkrankheit. Daraufhin ließ sich der König und seine Familie im Jahr 301 taufen und in Armenien wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Der Sevansee liegt auf einer Höhe von etwa 1.900 Meter und zählt damit zu den am höchsten gelegenen Seen der Welt. Der Friedhof Noratus beeindruckt durch Armeniens größte Ansammlung mittelalterlicher Kreuzsteine mit fein detaillierten christlichen Motiven. Nicht weit von der Grenze zwischen Armenien und Georgien liegen die beiden Klöster Sanahin und Haghpat. Beide wurde in von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

In Georgien besuche ich die Landeshauptstadt Tiflis, seit Jahrhunderten Knotenpunkt zwischen Europa und Asien. Heute ist Tiflis eine moderne Großstadt mit ihrem Kontrast zwischen Tradition und Moderne: die Sameba-Kathedrale mit dem Sitz des georgischen Patriarchats, die Sioni-Kathedrale mit dem früheren Sitz des georgischen Patriarchen, mit der Metechi-Kirche aus dem 13. Jahrhundert, mit der verträumten Altstadt, der Festung Nariqala und der Statue Kartlis Deda, die Mutter Georgiens. Ich fahre auf der georgischen Heerstraße zum Dschwari-Kloster und nach Mzcheta, der alten Hauptstadt Georgiens mit der Swetizchoweli-Kathedrale. Weiter geht es zum Schinwali-Stausee mit der Festung Ananuri. Der Höhepunkt einer jeden Georgienreise ist der Norden des Landes mit dem Großen Kaukasus mit Höhen von über 5.600 Meter. Der Luftkurort Kasbegi liegt vor einer imposanten Gebirgskulisse. In der Region Kachetien besuche ich das Frauenkloster Bodbe und den mediterran anmutenden Ort Sighnaghi.

 

Multimediaschau Transkaukasien

 

In Aserbaidschan durchquere ich den Großen Kaukasus und besuche in der Stadt Sheki den Khanspalast aus dem 18. Jahrhundert. Außerhalb der Stadt Gabala liegen die Ruinen der historischen Stadt Chaxuar aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. Beeindruckend ist die aserbaidschanische Landeshauptstadt Baku. Das kosmopolitische Flair macht den besonderen Reiz dieser Stadt aus. Der seit einigen Jahren anhaltende Ölboom sorgt für eine erstaunliche Dynamik. Das futuristische Heydar Aliyev Center ist besonders eindrucksvoll. Die alte Stadtmauer mit ihren Türmen, Zinnen und Springbrunnen verbreitet ein orientalisches Flair. Die Altstadt mit ehemaligen Karawansereien gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das neue Wahrzeichen der aserbaidschanischen Hauptstadt sind die 190 Meter hohen Flame Towers, den Flammentürme, die besonders in den Abend- und Nachtstunden einen besonderen Zauber ausstrahlen. Der 26 km lange Bulvar, die Uferstraße am Kaspischen Meer, ist ein Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste. Schlammvulkane, der Gobustan-Nationalpark mit den Felszeichnungen sowie brennenden Gasquellen stehen im starken Kontrast zur quirligen Hauptstadt.

Dauer: 61 Minuten 

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