Asien

Landkarte Iran

Ein Land und zwei Namen: Iran und Persien. Offiziell gibt es den Namen Persien nicht mehr. Persien ist der historische Name, zumindest bis Ende 1934. Das Wort Persien geht auf das Kernland der Achämeniden zurück, die im 6. Jahrhundert vor Chr. in der Provinz Fars bei Schiras ein erstes persisches Großreich schufen. Dadurch entstand der Name Farsi für die persische Sprache. Am 21. März 1935 wurde die Landesbezeichnung Persien auch in Europa und Amerika durch die offizielle Bezeichnung Iran ersetzt. Iran ist ein Vielvölkerstaat. Im Iran existieren über 10 Volksgruppen, die ihre eigene Muttersprache haben.

Farsi als Muttersprache wird nur von etwa die Hälfte des Einwohners Irans gesprochen. Andere Volksgruppen sind: 24 % Aserbaidschaner, 8 % Gilaker und Mazandaraner, 7 % Kurden, 3 % Araber, 2 % Luren, 2 % Belutschen, 2 % Turkmenen und sonstige Ethnien.

Mit rund 75 Millionen Einwohnern und einer Fläche von ca. 1,6 Millionen qkm (fast 5 Mal so groß wie Deutschland) ist Iran eines der größten Länder des Nahen und Mittleren Ostens.  Es zählt zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde.

Iran ist seit der Islamischen Revolution 1979 ein Gottesstaat, der sich als islamische Republik bezeichnet. Iran besteht großteils aus hohem Gebirge und trockenen, wüstenhaften Becken. Seine Lage zwischen dem Kaspischen Meer und dem Persischen Golf macht ihn zu einem Gebiet von hoher geostrategischer Bedeutung mit langer, bis in die Antike zurückreichender Geschichte.

99 % der Bevölkerung sind Muslime (Schiiten). Die älteste iranische Religion ist der Zoroastrismus. Sie wurde zwischen 1200 und 700 vor Chr. von Zarathustra gegründet. Der  Zoroastrismus galten unter den Sassaniden und Parthern als Staatsreligion. Die Verfassung erkennt die Zoroastrier als religiöse Minderheit an. Heute bekennen sich mehr als 25.000 Personen als Zoroastrier. Ihre Zentren liegen in Yazd und Kerman. Darüber hinaus leben im Iran etwa 60.000 assyrische Christen und etwa 300.000 Armenischen Christen. Ihr Zentrum ist heute in Jolfa, ein nördlicher Stadtteil von Isfahan.

 

 

 

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