Südosteuropa

Landkarte SerbienNach dem Zerfall Jugoslawiens ab 1991 und den Unabhängigkeitserklärungen der Teilrepubliken entschließen sich Serbien und Montenegro für das Fortbestehen eines gemeinsamen Staates und bilden am 27. April 1992 zunächst die Bundes-republik Jugoslawien (sog. "Rest-Jugoslawien"). Mit Annahme einer neuen Verfas-sung wurde diese Bundesrepublik am 4. Februar 2003 in einen losen Staatenbund umgewandelt und erhielt den neuen Namen Serbien und Monntenegro. Seitdem existiert der Begriff "Rest-Jugoslawien" nicht mehr. Im Herbst 2003 brach jedoch die bisherige Regierungskoalition auseinander, so dass es am 28. Dezember 2003 zu Neuwahlen kam. Das Land stabilisierte sich aber erst im September 2005 durch eine Regierungskoalition. 

Durch Volksabstimmung löste sich am 3. Juni 2006 die Provinz Montenegro von Serbien. Am 21. Juli 2008 verkündet das serbische Präsidialamt die Festnahme von Radovan Karadzic (politischer Führer der bosnischen Serben im Bürgerkrieg). Er wurde an das UN-Tribunal in Den Haag überstellt. Anfang September 2008 stellte der EU-Kommissionspräsident Serbien die EU-Beitrittskandidatur für 2009 in Aussicht. Damit könnte Serbien 2014 Vollmitglied der Gemeinschaft werden.  

Serbien besteht aus den beiden autonomen Provinzen Vojvodina im Norden und das Kosovo im Süden des Landes. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo vom 17. Februar 2008 wird die weitere Entwicklung der Provinz durch eine Mission der Europäischen Union überwacht. Der nördliche Teil Serbiens gehört zur Pannonischen Tiefebene, der mittlere Teil des Landes wird von mehreren Mittelgebirgszügen eingenommen und den südliche Teil Serbiens bedecken hohe Mittelgebirge und Hochgebirge. Der größte Teil Serbiens gehört zum Einzugsbereich der Donau.

Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist in den drei Landesteilen sehr unterschiedlich:
im Engeren Serbien leben Serben, Rumänen (Walachen), Bulgaren und Roma. Das Kosovo wird von Albanern dominiert. Die Vojvodina besteht vor allem aus Serben, Ungarn, Slowaken, Kroaten, Rumänen und Roma.
Die Mehrheit der Einwohner Serbiens bekennt sich zur serbisch-orthodoxen Kirche.  

 

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